Nachhaltigkeitsstrategie

Badegewässerbericht der EU

Baden in Deutschland - ein sicheres Vergnügen

Deutschlands Badegewässer haben eine sehr gute Qualität. Die EU-Kommission bescheinigt nahezu allen Badestellen Spitzenwerte. Der Bund sorgt seit vielen Jahren dafür, dass die Gewässer sauber bleiben, weil Abwasser immer besser gereinigt wird.

Fünf Jugendliche springen in einen See.
Abkühlung im Badesee: In Deutschland ist die Gewässerqualität ausgezeichnet. Foto: mauritius images

Kurz vor Sommerbeginn hat die EU-Kommission den hiesigen Badegewässern erneut Bestnoten gegeben. Die Bundesregierung sorgt durch Vorgaben für Klärwerke dafür, dass immer weniger Schadstoffe und Bakterien in die Böden, ins Grundwasser und auch in die Badegewässer gelangen. Außerdem investiert sie verstärkt in den Natur- und Gewässerschutz an vielbefahrenen Flüssen.

Genaue Messungen zeigen Spitzenqualität

Von den 2017 untersuchten Gewässern in Deutschland erfüllen 98 Prozent die Mindestanforderungen der Europäischen Union. Insgesamt wurden 2.287 deutsche Badegewässer untersucht und 13.382 Wasserproben ausgewertet. Von den Badegewässern lagen 1.889 an Binnenseen, 366 an der Küste von Nord- und Ostsee und nur 32 an Flüssen.

Das Ergebnis: Neun von zehn Gewässern haben eine ausgezeichnete Qualität. Nur acht deutsche Badegewässer wurden 2017 von der Kommission mit mangelhaft bewertet. Nur in drei Fällen waren die Badegewässer wegen schlechter Wasserqualität geschlossen.

Bürgerinnen und Bürger können auf den Internetseiten des Umwelbundesamtes die aktuellen Messergebnisse der Badegewässer vor ihrer Haustür abrufen.

Die Messungen werden nach den Standards durchgeführt, die die EU in der Richtlinie über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung 2006 festgelegt hat. Verantwortlich für die Überwachung der Badegewässer sind die Bundesländer. Die Ergebnisse ihrer wasserhygienischen Untersuchungen leitet das Umweltbundesamt über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an die Europäische Kommission weiter.

Deutschland arbeitet stetig an guter Wasserqualität

Viele Verschmutzungsquellen, die das Grundwasser, aber auch das Badevergnügen erheblich beeinträchtigt haben, wurden in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich vermindert. Abwasser darf nicht ungeklärt in Flüsse und Seen eingeleitet werden. Die Anforderungen an die Reinigung durch die kommunalen Klärwerke steigen beständig. Enthaltene Schadstoffe müssen laut Wasserhaushaltsgesetz (WHG) so weit reduziert werden, wie der Stand der Technik es ermöglicht.

Auch die Vorschriften für den Stoffeintrag aus Landwirtschaft und Industrie werden immer wieder überprüft und verbessert. Ringkanalisationen zum Schutz von Seen leisten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die deutschen Badegewässer seit Jahren sehr sauber sind.

Jedes Jahr erzeugen Haushalte, Industrie und Gewerbe in Deutschland mehr als fünf Milliarden Kubikmeter Schmutzwasser. Rund drei Milliarden Kubikmeter Regen, die auf Straßen oder Flächen nicht versickern können, fließen in die Klärwerke. Hier werden jährlich insgesamt etwa 10,07 Milliarden Kubikmeter Abwasser behandelt – davon etwa 0,1 Prozent nur mechanisch, 1,9 Prozent biologisch ohne gezielte Entfernung von Nährstoffen und rund 98 Prozent biologisch mit gezielter Nährstoffentfernung.

Bundesprogramm Blaues Band

Während vor Ort die Länder für die Umsetzung der von der Bundesregierung vorgegebenen Rahmenbedingungen für sauberes Wasser sorgen müssen, ist der Bund selbst zuständig für die großen Wasserstraßen. Hier investiert die Bundesregierung verstärkt in die Renaturierung von Flüssen und Auen. Das Bundeskabinett hat am 1. Februar 2017 das Bundesprogramm "Blaues Band Deutschland" beschlossen. Damit werden Wasserqualität sowie Natur- und Gewässerschutz auch an vielbefahrenen Flüssen gestärkt.

Dienstag, 17. Juli 2018

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