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Darmkrebsmonat März

Dank Vorsorgeuntersuchung mehr Gesunde

Immer weniger Menschen sterben in Deutschland an Darmkrebs – dank rechtzeitiger Diagnosen. Versicherte ab 50 Jahren können sich regelmäßig untersuchen lassen. Die Krankenkassen tragen die Kosten.

Eine Laborantin arbeitet mit Flüssigkeiten im Labor.
Ein Forschungsprojekt untersucht die familiären Risiken von Darmkrebs. Foto: Sebastian Bolesch

Das Robert-Koch-Institut hat die aktuellen Zahlen: Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Rund 28.000 Frauen und 33.000 Männer bekommen jährlich die Diagnose. Wer älter ist, hat ein höheres Risiko zu erkranken.

Der Krebs ist tückisch – die Betroffenen haben im frühen Stadium meist keine Beschwerden.

Doch es gibt gute Nachrichten: Immer weniger Menschen sterben an Darmkrebs - sowohl Frauen als auch Männer. Während im Jahr 2000 rund 29.000 Erkrankte starben, waren es im Jahr 2015 rund 25.400. Früherkennung und Therapiefortschritte haben geholfen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser ist die Aussicht auf Heilung.

Der Darmkrebsmonat März wurde 2002 von Hilfsorganisationen ins Leben gerufen, um auf den Kampf gegen die Erkrankung aufmerksam zu machen. Das Bundesgesundheitsministerium nimmt diesen Monat zum Anlass, um aufzuklären und über aktuelle Forschungsergebnisse zu berichten. Der diesjährige Schirmherr Winfried Kretschmann, baden-württembergischer Ministerpräsident, ruft dazu auf, sich zu informieren, weil "Früherkennung und Vorsorge so erfolgversprechend" sind.

Gesetzlich geregelte Vorsorge

Frauen und Männer können im Alter von 50 bis 54 Jahren jedes Jahr einen Stuhltest machen lassen. Die Kassen übernehmen die Kosten. Wird Blut im Stuhl nachgewiesen, könnte das ein Hinweis auf Darmkrebs sein.

Eine Darmspiegelung bringt im zweiten Schritt eindeutigere Erkenntnisse. Bestätigt sich der Verdacht, weil Tumorvorstufen gefunden werden, können diese entsprechend diagnostiziert und zum Teil während der Darmspiegelung entfernt werden. Ist das nicht möglich, schließt sich je nach Krankheits-Stadium die entsprechende Therapie an.

Gesetzlich und privat Krankenversicherten steht ab 55 Jahre eine Darmspiegelung zu. Diese kann zweimal im Abstand von zehn Jahren in Anspruch genommen werden – alternativ zum Stuhltest alle zwei Jahre.

Nationaler Krebsplan

Das Bundesgesundheitsministerium hat im Jahr 2008 gemeinsam mit Hilfsorganisationen den Nationalen Krebsplan vorgestellt. Ziel des Programms ist es, den Krebs noch früher zu erkennen, Betroffene besser zu versorgen sowie Information und Beratung auszubauen.

Das Projekt FARKOR erforscht, bei wem Früherkennung eher notwendig ist, weil sie oder er ein familiäres Risiko in sich trägt. FARKOR wird aus dem Innovationsfonds des Gesundheitswesens gefördert.

Prävention durch Ernährung und Sport

Darmkrebs früh zu erkennen, ist das Eine. Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich das Risiko auch verringern. Das bedeutet: ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, nicht rauchen und Alkohol maßvoll konsumieren.

Auf den Internetportalen für Frauen und für Männer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden sich viele Informationen über die Erkrankung. Dort wird Auskunft über die Früherkennung gegeben und über Möglichkeiten der Darmkrebs-Behandlung aufgeklärt. Zudem werden Tipps für eine darmfreundliche Lebensweise gegeben.

Montag, 12. März 2018

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